Aktuelles


Schwester Karoline 50 Jahre in Chile

50Jahre-in-ChileDie Fundación Cristo Vive Chile feierte am 25. August im Hauptgebäude der Katholischen Universität im Zentrum von Santiago den 50. Jahrestag der Ankunft von Schwester Karoline in Chile mit einem offenen Treffen unter dem Thema "Es drängt uns eine Kultur der Liebe".

Feier-in-kath-UniÜber 250 Freunde und Mitarbeiter von Karoline, aber auch am Thema Interessierte nahmen an dem Treffen teil, das von einer Musikgruppe mit Jazz und Bossa Nova-Klängen begleitet wurde. Diskutiert wurde im Anschluss an eine prominent besetzte Podiumsdiskussion in Tischgruppen, jeweils mit einem Moderator.


Geheimnis-Liebe

Abschließend gab Karoline ihre Gedanken wieder: Was fehlt uns in Chile zu einer Kultur der Nächstenliebe? Sie appellierte an mehr Solidarität, Empathie und Kampf um Gerechtigkeit. Als Geschenk erhielt sie eine Skulptur von Mario Irarrázabal, einem bekannten Künstler.

Eine Dokumentation der Veranstaltung können Sie hier als pdf-Datei herunterladen.

Schwester Karoline befürwortet in einem Interview Frauenpriestertum und gleichgeschlechtliche Ehe

In einem Interview mit der zur chilenischen Tageszeitung "La Tercera" gehörigen Zeitschrift "Paula" träumt Schwester Karoline von einer bescheidenen Kirche, deren Vertreter den "Duft der Herde" einatmen. Über den Skandal der Vertuschung eines Missbrauchsfalls und die Verteidigung des Bischofs von Osorno durch den Papst befragt, meinte Karoline, das sei wohl der göttliche Wille, weil sich aufgrund dieser Sturheit "der Papst wie ein verletzbarer Mensch zeigen und sich bescheiden für seine Fehler entschuldigen" konnte.

Karoline kritisierte den angeblichen Rat des Papstes, Homosexuelle nicht in das Priesterseminar aufzunehmen. Sie wies darauf hin, dass "im Laufe der Menschheitsgeschichte viele Homosexuelle exzellente Geistliche wurden und ein untadeliges Leben gelebt haben". Dies gelte auch für lesbische Frauen in Schwesternorden. Gleichermaßen befürwortet sie die gleichgeschlechtliche Ehe: "Ich habe eine Eheschließung zwischen Lesben abgesegnet und fühle, dass mich niemand daran hindern kann, für sie zu beten und ihr Bündnis zu bestätigen", antwortete sie auf eine entsprechende Frage des Interviewers.

Die Vorherrschaft des Mannes habe der Kirche nicht gut getan, sagt Karoline weiter. Sie ist aber überzeugt, dass in Zukunft Frauen mehr Verantwortung in der Kirche übernehmen werden. Sie selbst sieht sich gegenüber Bischöfen und Priestern als Frau gleichberechtigt und als ihr Partner. Zur Frage nach dem Pflichtzölibat der Priester antwortet sie: "Ich hätte es gern, wenn sie nach Wunsch heiraten dürften, aber ebenso, dass diejenigen, die auf ihrem Weg geheiratet haben und deshalb auf ihr Priesteramt verzichten mussten, reintegriert werden könnten." 

Das gesamte Interview können Sie hier in der deutschen Übersetzung von Salvador Herrador als pdf-Datei herunterladen.  

 

Bundesverdienstkreuz für Annemarie Hofer

Bundesverdienstkreuz für Annemarie Hofer

Am 26. Juni erhielt Dr. Annemarie Hofer aus der Hand der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer das Bundesverdienstkreuz am Band. Dreyer würdigte damit im Namen und Auftrag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das soziale Wirken der Ärztin und Mitbegründerin der Fundación Cristo Vive Bolivia, die 2016 nach Deutschland zurückgekehrt ist. Hofer hat sich in der Region Cochabamba um die medizinische Versorgung benachteiligter Bevölkerungsgruppen gekümmert, mehrere Gesundheitszentren gebaut und kostenlose Sprechstunden abgehalten. Auch hat sie sich um die schulische, soziale und psychologische Betreuung von Kindern und Jugendlichen aus den ärmsten Schichten der Bevölkerung gekümmert.

Straße nach Schwester Karoline benannt

In einer Feierstunde wurde am 26. Juni die bisherige Violeta-Straße in der Siedlung Quinta Bella des Stadtteils Recoleta von Santiago in Hermana Karoline Mayer-Straße umbenannt. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe der Calle Justicia Social, in der Karoline mit ihren Mitschwestern wohnt.

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Bella Vista-Architekturprojekt als Buch erschienen

Das Buch "Bella Vista"Der Bau der Landwirtschaftsschule der Fundación Cristo Vive in Bella Vista (Bolivien) war ein herausragendes Projekt internationaler Zusammenarbeit auf universitärer und handwerklicher Ebene zwischen zwei Kulturen. Das nun auf deutsch und spanisch erschienene Buch "Bella Vista - Regionale Lösungen für globale Herausforderungen" beschreibt das Projekt in seinen einzelnen Phasen. Es dokumentiert alle Aspekte des Entwurfs- und Bauprozesses – von der Spendenakquise über die Erarbeitung eines ersten Entwurfes bis hin zu den zwei Bauphasen und einer Ausstellung über das fertige Projekt. Die ausführliche Darstellung mit zahlreichen Querverweisen wird durch Zeichnungen und Fotos ergänzt.

Autoren: Ralf Pasel, Franziska Sack, Lorena Valdivia, Johannes Zix
192 Seiten, zahlreiche Abbildungen
Format 24,0 × 17,0 cm, Softcover
DETAIL-Fachbücher. Onlineshop
ISBN 978-3-95553-412-7

CONDOR druckt Porträt von Sr. Teresa Winter

Sr.TeresaDie deutsch-chilenische Wochenzeitung CONDOR hat in ihrer jüngsten Ausgabe ein Porträt von Sr. Teresa Winter aus der Fundación Cristo Vive in Santiago veröffentlicht. Sr. Teresa leitet seit fünf Jahren die Obdachlosenarbeit der Stiftung. Sie stammt aus Dortmund und war lange Jahre im Steyler Misssionsorden. Vor etwa zehn Jahren wurde sie Mitglied der Comunidad Jesús von Sr, Karoline Mayer. Hier das Porträt: http://www.condor.cl/portrat/teresa-winter/

CVE auf dem Katholikentag 2018 in Münster

Der Verein Cristo Vive Europa ist auf dem Katholikentag vom 9. bis 13. Mai in Münster mit einem Stand in der Kirchenmeile, mit Veranstaltungen und Gottesdiensten vertreten. Schwester Karoline wird von Mittwoch bis Samstag anwesend sein. Das Programm von CVE unter dem Katholikentagsmotto "Suche Frieden" können Sie hier herunterladen.

Einladung zum Jahrestreffen 2018 in Würzburg

Der Vorstand lädt zur Mitgliederversammlung 2018 mit anschließendem Jahrestreffen am Wochenende 2./3.Juni 2018 in die Jugendbildungsstätte Unterfranken in Würzburg ein. Anschrift: Berner Straße 14, 97084 Würzburg, Tel. 0931 - 600 604 00, www.jubi-unterfranken.de

In diesem Jahr möchten sich die CVEhemaligen, die inzwischen eine eigene Gruppe gebildet haben, den CVE-Mitgliedern und allen Gästen vorstellen. Zusammen mit Lorena Valdivia (Architektin /Koordinatorin des Projekts), sowie einigen Studierenden und Maurern werden sie uns noch einmal „mitnehmen“ auf die Baustelle der Landwirtschaftsschule nach Bella Vista/Bolivien, um zu zeigen, was dieser gemeinsame Einsatz auf der Baustelle für alle Beteiligten bedeutet hat.

Das Programm der beiden Tage finden Sie hier.


Ilse Dreyer 80 Jahre alt

Ilse_KirchentagSie fehlt auf keinem evangelischen Kirchentag oder Katholikentag. Auch bei den Jahrestreffen von Cristo Vive Europa breitet sie Handarbeiten aus den Frauenwerkstätten in Santiago de Chile aus, um so das Band der Solidarität mit diesen Frauen aufrecht zu erhalten: Ilse Dreyer. Im September wurde sie 80 Jahre alt. Anfang der achtziger Jahre hörte sie von bedürftigen Müttern in Santiago, die zuerst Sticken und Stricken lernten, um Handarbeiten herzustellen und so ihren dürftigen Lebensunterhalt zu verdienen. Seither ist Ilse Dreyer unterwegs, um diese Handarbeiten in Deutschland zu verkaufen und neue Freunde für Cristo Vive zu gewinnen. Im Namen der Frauen übermittelte ihr Schwester Karoline die herzlichsten Glück- und Segenswünsche. "Natürlich würden alle am liebsten gleich mit mir ins nächste Flugzeug steigen, um dir persönlich zu gratulieren", schrieb sie der Jubilarin. Sie wünschte ihr, dass sie jeden neuen Tag Gottes Liebe und Nähe spüre und dass ER sie gesund erhalte und "wir uns noch lange miteinander für die Frauen einsetzen können". Unser Bild zeigt Ilse Dreyer beim Kirchentag im Mai in Berlin.


Jorge Fernandes, Gründungsmitglied von Cristo Vive Chile, gestorben

Am 20. September 2017 ist in Santiago de Chile nach langer schwerer Krankheit Jorge Fernández im Alter von 80 Jahren gestorben. Er war einer der Gründungsmitglieder der Fundación Cristo Vive Chile und wirkte 2002 auch an der Gründung des Vereins Cristo Vive Europa in Würzburg mit. Seine Frau Nena, Sozialarbeiterin, arbeitete seit 1988 ehrenamtlich bei Schwester Karoline mit. 1989 folgte ihr Jorge nach und gab seinen Posten als Geschäftsführer einer erfolgreichen Firma auf,um sich ganz in den Dienst an den Armen zu stellen. Der Ausbau der Fundación zu einem Werk mit 500 Mitarbeitern wäre ohne ihn nicht möglich gewesen. Er bekannte einmal in einem Interview, dass sein Rücktritt aus der Firma und der Eintritt in den Dienst an den Menschen das größte Geschäft seines Lebens war. Er war mehrmals bei den Jahrestreffen von Cristo Vive Europa als Gast mit dabei.

Fotos 1. Reihe: Jorge Fernández mit seiner Frau Nena bei der Gründung von Cristo Vive Europa 2002 in Würzburg:

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Fotos 2. Reihe: Jorge beim Jahrestreffen 2011 in Würzburg:

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Solaranlage der Fundación in Chile in Betrieb

32617715744_0af3b761a9_oEin großer Tag für die Fundación Cristo Vive Chile: Seit 14, März ist nach zwei Jahren Bauzeit die Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach der Berufsschule Huechuraba in Betrieb. Sie hat eine Kapazität von 40 Kilowattstunden und wird von mehr als 200 Solarpanelen erzeugt. Erstellt wurde die Anlage in Zusammenarbeit mit Studenten der Fachhochschule Köln unter Leitung von Prof. Ulf Blieske, die hierfür zwei Wochen ihrer Semesterferien geopfert haben. Mitgearbeitet haben auch die Schüler des Kurses für erneuerbare Energien an der Berufsschule, für die die Anlage gleichzeitig Anschauungsmaterial für den Unterricht ist.

33304999812_290fe054b6_oSchwester Karoline und Ulf Blieske haben gemeinsam den Schalter für den Betrieb der Anlage betätigt. Karoline dankte den Studenten, Schülern, Professoren, dem Energieministerium und allen, die an der Verwirklichung dieses Traumes beteiligt waren.